Juni, 2012

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  • Blütengelées von Hausensteiner

    Den Duft des Frühlings und des Sommers einzufangen und auf die Frühstückssemmel zu bringen – das scheint das Ansinnen der Familie Hausensteiner zu sein, die in ihren Gelées handgepflückte Blüten mit Sekt verarbeitet.

    Die dafür handgepflückten gelben Rosen, rosa Rosen,
    Wildrosen, Holunderblüten, Vleichenblüten und neuerdings auch Goldmelisseblüten  schweben in scheinbarer Schwerelosigkeit in den Gläschen und sind so nicht nur ein Genuss für den Gaumen sondern auch fürs Auge.

    Erhältlich bei PORTA DEXTRA in der Innenstadt.

  • Walnußlikör aus Grünen Nüssen

    Walnusslikoer_1

    Walnußlikör kann sowohl aus Walnußkernen als auch aus den unreifen, grünen Nüssen hergstellt werden, und erstaunlicherweise schmecken beide Erzeugnisse eindeutig nach Walnuß. Der Likör aus grünen Nüssen ist fruchtiger als jener, der aus den Kernen hergestellt wird und nussiger schmeckt.

    Juni ist die richtige Zeit, um die grünen Nüsse zu sammeln, spätestens bis 24. Juni, so sieht es die Tradition vor. Jedenfalls dürfen die Nüsse noch keinen festen Kern entwickelt haben, was in warmen Zonen wie dem Wiener Becken und besonders bei konstant warmem Wetter bereits deutlich vorm 24. Juni der Fall sein kann! Also lieber zu früh als zu spät ernten.

    Rezepte für Walnußlikör gibt es so viele wie es Großmütter im Lande gab und gibt und jede hat ihr besonderes Geheimrezept, das dem Likör seine individuelle Note verleiht. Das eine sieht ganze Zitronen in Scheiben vor, das andere nur deren Schale, wieder ein anderes nimmt gleich Orangen dazu (nicht in Bio-Qualität natürlich, da es damals kein Nicht-Bio gab), mal finden nur Vanille und Zimtstangen ihren Weg in das Glas, mal dazu noch Anis, Rosinen und diverse andere Aroma gebende Gewürze.

    Hier sei ein Grundrezept gezeigt, daß man nach dem ersten erfolgreichen Versuch dann nach Belieben abändern und ergänzen kann:

    • 1 Liter Korn oder Obstler (40%)
    • 10 grüne Walnüsse
    • 200 Gramm Kandiszucker braun
    • 2 Zimtstangen
    • 1 Vanilleschote ganz
    • Schale einer Zitrone

    1. Die Walnüsse werden kurz gewaschen.
    2. Danach teilt man sie in zwei Hälften und gibt sie in ein großes Gefäß aus Glas wie dieses hier.
    3. Die restlichen Zutaten werden hinzugefügt, kurz umgerührt und das Gefäß mit Frischhaltefolie oder Cellophan luftdicht verschlossen.
    4. Jetzt kommt das Gefäß an einen Stellplatz, der regelmäßig von der heißen Frühsommersonne besucht wird und bleibt dort mindestens drei Wochen stehen.
    5. Danach wird der Sud umgerührt und abgeseiht. 
    6. Je nach Geschmack kann nun noch Läuterzucker (Zucker mit Wasser zu hellem Sirup kochen) hinzugefügt werden um die gewünschte Süße zu erreichen. Auf Flaschen aufgeteilt entwickelt der Likör nach einigen Monaten und noch mehr Jahren ein ausgeprägtes und rundes Aroma. Also am besten immer eine Flasche vom alten Jahrgang aufbehalten und für besondere Anlässe aufheben – der Likör gewinnt mit jedem Jahr an Güte und Aroma.

    Noch einpaar Gedanken zum Geschenk der Natur: alleine der Walnußbaum gibt mehr, als wir empfangen können. Im Frühjahr die grünen Nüsse, die man zu Likör, Schnaps und Magenbitter (man sagt Magenfreundliche Eigenschaften nach) oder eingesotten zu Schwarzen Nüssen als Beilage zu Fleisch und Desserts verarbeiten kann (auch dazu gibt es Rezepte, z.B. in „Die große Prato“ oder im Web). Die reifen Nüsse wiederum finden vielfache Verwendung in Gebäck, Kuchen, Müsli, Likör, in Honig eingelegt, oder als gesunde Nascherei pur gegessen. Die Färbekraft der Nußschalen fand immer schon Verwendung für Wolle und Textilien, die Gerbstoffe in der Lederherstellung. Die Wenigsten werden einen Sud aus Walnussblättern zum einreiben ihrer Pferde brauchen, um lästige Fliegen abzuwehren, aber auch das wäre möglich. Und diese Liste ließe sich nicht endlos aber doch noch lange fortsetzen. Wertvolle Geschenke am Straßenrand, man braucht nur davon zu nehmen.

    Ebenfalls Handgemacht

  • Blütengelées von Hausensteiner

    Den Duft des Frühlings und des Sommers einzufangen und auf die Frühstückssemmel zu bringen – das scheint das Ansinnen der Familie Hausensteiner zu sein, die in ihren Gelées handgepflückte Blüten mit Sekt verarbeitet.

    Die dafür handgepflückten gelben Rosen, rosa Rosen,
    Wildrosen, Holunderblüten, Vleichenblüten und neuerdings auch Goldmelisseblüten  schweben in scheinbarer Schwerelosigkeit in den Gläschen und sind so nicht nur ein Genuss für den Gaumen sondern auch fürs Auge.

    Erhältlich bei PORTA DEXTRA in der Innenstadt.

  • Walnußlikör aus Grünen Nüssen

    Walnusslikoer_1

    Walnußlikör kann sowohl aus Walnußkernen als auch aus den unreifen, grünen Nüssen hergstellt werden, und erstaunlicherweise schmecken beide Erzeugnisse eindeutig nach Walnuß. Der Likör aus grünen Nüssen ist fruchtiger als jener, der aus den Kernen hergestellt wird und nussiger schmeckt.

    Juni ist die richtige Zeit, um die grünen Nüsse zu sammeln, spätestens bis 24. Juni, so sieht es die Tradition vor. Jedenfalls dürfen die Nüsse noch keinen festen Kern entwickelt haben, was in warmen Zonen wie dem Wiener Becken und besonders bei konstant warmem Wetter bereits deutlich vorm 24. Juni der Fall sein kann! Also lieber zu früh als zu spät ernten.

    Rezepte für Walnußlikör gibt es so viele wie es Großmütter im Lande gab und gibt und jede hat ihr besonderes Geheimrezept, das dem Likör seine individuelle Note verleiht. Das eine sieht ganze Zitronen in Scheiben vor, das andere nur deren Schale, wieder ein anderes nimmt gleich Orangen dazu (nicht in Bio-Qualität natürlich, da es damals kein Nicht-Bio gab), mal finden nur Vanille und Zimtstangen ihren Weg in das Glas, mal dazu noch Anis, Rosinen und diverse andere Aroma gebende Gewürze.

    Hier sei ein Grundrezept gezeigt, daß man nach dem ersten erfolgreichen Versuch dann nach Belieben abändern und ergänzen kann:

    • 1 Liter Korn oder Obstler (40%)
    • 10 grüne Walnüsse
    • 200 Gramm Kandiszucker braun
    • 2 Zimtstangen
    • 1 Vanilleschote ganz
    • Schale einer Zitrone

    1. Die Walnüsse werden kurz gewaschen.
    2. Danach teilt man sie in zwei Hälften und gibt sie in ein großes Gefäß aus Glas wie dieses hier.
    3. Die restlichen Zutaten werden hinzugefügt, kurz umgerührt und das Gefäß mit Frischhaltefolie oder Cellophan luftdicht verschlossen.
    4. Jetzt kommt das Gefäß an einen Stellplatz, der regelmäßig von der heißen Frühsommersonne besucht wird und bleibt dort mindestens drei Wochen stehen.
    5. Danach wird der Sud umgerührt und abgeseiht. 
    6. Je nach Geschmack kann nun noch Läuterzucker (Zucker mit Wasser zu hellem Sirup kochen) hinzugefügt werden um die gewünschte Süße zu erreichen. Auf Flaschen aufgeteilt entwickelt der Likör nach einigen Monaten und noch mehr Jahren ein ausgeprägtes und rundes Aroma. Also am besten immer eine Flasche vom alten Jahrgang aufbehalten und für besondere Anlässe aufheben – der Likör gewinnt mit jedem Jahr an Güte und Aroma.

    Noch einpaar Gedanken zum Geschenk der Natur: alleine der Walnußbaum gibt mehr, als wir empfangen können. Im Frühjahr die grünen Nüsse, die man zu Likör, Schnaps und Magenbitter (man sagt Magenfreundliche Eigenschaften nach) oder eingesotten zu Schwarzen Nüssen als Beilage zu Fleisch und Desserts verarbeiten kann (auch dazu gibt es Rezepte, z.B. in „Die große Prato“ oder im Web). Die reifen Nüsse wiederum finden vielfache Verwendung in Gebäck, Kuchen, Müsli, Likör, in Honig eingelegt, oder als gesunde Nascherei pur gegessen. Die Färbekraft der Nußschalen fand immer schon Verwendung für Wolle und Textilien, die Gerbstoffe in der Lederherstellung. Die Wenigsten werden einen Sud aus Walnussblättern zum einreiben ihrer Pferde brauchen, um lästige Fliegen abzuwehren, aber auch das wäre möglich. Und diese Liste ließe sich nicht endlos aber doch noch lange fortsetzen. Wertvolle Geschenke am Straßenrand, man braucht nur davon zu nehmen.

    Ebenfalls Handgemacht

  • HOLUNDERBLÜTENSIRUP SELBST GEMACHT

    Der Holler steht in voller Blüte und es ist Zeit, den wunderbaren Duft in Sirup einzufangen. Daß das kein allzu schwieriges Unterfangen ist sollte uns nun nicht mehr wundern, denn meist schmeckt Jenes am besten, das einfach selbst zu machen ist.

    Für 2 Liter fertigen Sirup benötigt man:

    • 10 Hollerblüten (in voller Blüte, duften intensiv und geben Blütenstaub ab), kurz abgewaschen
    • 1 l Wasser
    • 1 kg Zucker
    • Zitronensaft (frisch gepresst und gesiebt oder aus der Flasche) – alternativ dazu Zitronensäure in Pulverform
    • saubere Flaschen mit Dreh- oder Bügelverschluss

    Herstellung kurz gefasst:

    1.  Holunderblüten über Nacht in Wasser ziehen lassen, abseihen
    2.  Mit Zucker langsam aufkochen
    3.  Mit Zitronensaft/-säure abschmecken
    4.  Abfüllen

    Herstellung im Detail:

    Die Blüten werden als ganze Dolde gepflückt und sollten etwa Handflächengröße haben. Diese so bald wie möglich kurz abwaschen und mit den Stielen nach oben in ein großes Gefäß geben. Mit etwas mehr als einem Liter Wasser übergießen und darauf achten, dass alle Blüten gut im Wasser liegen. Das Gefäß mit einem Geschirrtuch bedecken und ca. 24 Stunden stehen lassen.

    Die Blüten gut abtropfen lassen und entfernen, danach die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Geschirrtuch in einen großen Topf füllen. Zucker dazugeben und unter Umrühren langsam erwärmen.
    Wenn der Sud erhitzt ist muss die Süße mit der Zugabe von Zitronensaft oder -säure reguliert werden.

    Als Richtwert kann man für zwei Liter Sirup (also 1 Liter Sud plus ein Kilogramm Zucker) mindestens 4 Zitronen annehmen. Mit Zitronensäure muss man vorsichtig beginnen, etwa mit zwei Teelöffel. Der Sirup sollte deutlich säuerlich schmecken, da er später mit Wasser verdünnt stark abgeschwächt wird und die Holunderaromen erst durch die Säure richtig schön zur Geltung kommen.

    Währenddessen wird der Sirup weiter erhitzt bis es zu köcheln beginnt, etwa 4 Minuten wird weitergeköchelt bis der Sirup mit Hilfe eines Trichters in die sauberen Flaschen abgefüllt wird – Vorsicht: der Sirup ist brennheiß! Wer auf Nummer Sicher gehen will stellt die heiß abgefüllten und sofort verschlossenen Flaschen auf ein nass-feuchtes Geschirrtuch – das leitet etwas Hitze ab und verhindert, daß die Flaschen zerspringen (ist uns noch nie passiert).
    Außerdem leisten Zitronensaft oder -säure einen Beitrag zur Konservierung des Sirups, welcher bei kühler Lagerung (am besten im Kühlschrank, aber auf keinen Fall in der Sonne) einige Monate haltbar sein sollte (bevor eine neue Flasche angebrochen wird, unbedingt auf eventuelle Schimmelbildung kontrollieren und vorkosten – er darf keine Gäraromen haben).

    Der Sirup kann sofort nach der Fertigstellung genossen werden und je nach Geschmack noch mit zusätzlichem Zitronensaft aufgefrischt werden.

    Empfehlenswert

    ist auch, einmal Hollersekt selbst herzustellen: Dafür wird in eine Glasflasche eine nicht zu süße Saftmischung aus Sirup und Wasser gefüllt und einige Krümel frischer Hefe dazu gegeben. Die Flasche mit Alufolie locker verschließen und einige Tage im Kühlschrank stehen lassen. Nach einiger Zeit fängt der Saft an zu gären, ein Teil des Zuckers wird in Alkohol umgewandelt und Bläschen bilden sich. Je nach gewünschter Stärke lässt man den Sekt noch einige Tage arbeiten – fertig!

    Ebenfalls Handgemacht

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