HOLUNDERBLÜTENSIRUP SELBST GEMACHT

HOLUNDERBLÜTENSIRUP SELBST GEMACHT
01.06.2012 MN

Der Holler steht in voller Blüte und es ist Zeit, den wunderbaren Duft in Sirup einzufangen. Daß das kein allzu schwieriges Unterfangen ist sollte uns nun nicht mehr wundern, denn meist schmeckt Jenes am besten, das einfach selbst zu machen ist.

Für 2 Liter fertigen Sirup benötigt man:

  • 10 Hollerblüten (in voller Blüte, duften intensiv und geben Blütenstaub ab), kurz abgewaschen
  • 1 l Wasser
  • 1 kg Zucker
  • Zitronensaft (frisch gepresst und gesiebt oder aus der Flasche) – alternativ dazu Zitronensäure in Pulverform
  • saubere Flaschen mit Dreh- oder Bügelverschluss

Herstellung kurz gefasst:

  1.  Holunderblüten über Nacht in Wasser ziehen lassen, abseihen
  2.  Mit Zucker langsam aufkochen
  3.  Mit Zitronensaft/-säure abschmecken
  4.  Abfüllen

Herstellung im Detail:

Die Blüten werden als ganze Dolde gepflückt und sollten etwa Handflächengröße haben. Diese so bald wie möglich kurz abwaschen und mit den Stielen nach oben in ein großes Gefäß geben. Mit etwas mehr als einem Liter Wasser übergießen und darauf achten, dass alle Blüten gut im Wasser liegen. Das Gefäß mit einem Geschirrtuch bedecken und ca. 24 Stunden stehen lassen.

Die Blüten gut abtropfen lassen und entfernen, danach die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Geschirrtuch in einen großen Topf füllen. Zucker dazugeben und unter Umrühren langsam erwärmen.
Wenn der Sud erhitzt ist muss die Süße mit der Zugabe von Zitronensaft oder -säure reguliert werden.

Als Richtwert kann man für zwei Liter Sirup (also 1 Liter Sud plus ein Kilogramm Zucker) mindestens 4 Zitronen annehmen. Mit Zitronensäure muss man vorsichtig beginnen, etwa mit zwei Teelöffel. Der Sirup sollte deutlich säuerlich schmecken, da er später mit Wasser verdünnt stark abgeschwächt wird und die Holunderaromen erst durch die Säure richtig schön zur Geltung kommen.

Währenddessen wird der Sirup weiter erhitzt bis es zu köcheln beginnt, etwa 4 Minuten wird weitergeköchelt bis der Sirup mit Hilfe eines Trichters in die sauberen Flaschen abgefüllt wird – Vorsicht: der Sirup ist brennheiß! Wer auf Nummer Sicher gehen will stellt die heiß abgefüllten und sofort verschlossenen Flaschen auf ein nass-feuchtes Geschirrtuch – das leitet etwas Hitze ab und verhindert, daß die Flaschen zerspringen (ist uns noch nie passiert).
Außerdem leisten Zitronensaft oder -säure einen Beitrag zur Konservierung des Sirups, welcher bei kühler Lagerung (am besten im Kühlschrank, aber auf keinen Fall in der Sonne) einige Monate haltbar sein sollte (bevor eine neue Flasche angebrochen wird, unbedingt auf eventuelle Schimmelbildung kontrollieren und vorkosten – er darf keine Gäraromen haben).

Der Sirup kann sofort nach der Fertigstellung genossen werden und je nach Geschmack noch mit zusätzlichem Zitronensaft aufgefrischt werden.

Empfehlenswert

ist auch, einmal Hollersekt selbst herzustellen: Dafür wird in eine Glasflasche eine nicht zu süße Saftmischung aus Sirup und Wasser gefüllt und einige Krümel frischer Hefe dazu gegeben. Die Flasche mit Alufolie locker verschließen und einige Tage im Kühlschrank stehen lassen. Nach einiger Zeit fängt der Saft an zu gären, ein Teil des Zuckers wird in Alkohol umgewandelt und Bläschen bilden sich. Je nach gewünschter Stärke lässt man den Sekt noch einige Tage arbeiten – fertig!

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